Sonntag, 27. November 2016

Erste Ausfahrten und Erfahrungen

Vorweg möchte ich bemerken, dass wir nicht ganz unsportlich sind und uns gerne bewegen. Im Sommer stehen längere Wanderungen auf dem Programm, Radfahren im Bereich bis 50km Tagesleistung, Fahrten mit Kajaks auf heimischen Seen (kein Wildwasser!), Schwimmen und im Winter Skifahren auf Pisten mit durchschnittlichen Fahrten zwischen 20 und 40 km. Gelegentliche Skitouren mit Steigfellen ergänzen das Programm. Diese Aufzählung soll aber jetzt in keiner Weise als Voraussetzung für das Fahren mit dem Kickbike gewertet werden. Wer gehen kann, kann auch Rollern.
Das Faszinierende daran ist, wir haben den Eindruck, dass der Tretroller alle Anforderungsprofile abdecken kann.
Von der gemütlichen Stadtrunde bis zu hügeligen Waldpfaden, die in kurzer Zeit den Puls rapide steigen lassen.
Beim Rollerfahren wird der Muskelapparat anders als beim Radfahren beansprucht. Dazu später.

Überspitzt formuliert verbindet Fahrrad und Tretroller nur die Gemeinsamkeit von 2 Rädern.

Tretroller von Anfang an

Teil 1

Anstatt eines Vorwortes: Ich versuche hier vorwiegend chronologisch zu beschreiben, wie ich auf Tretroller/Kickbikes gestoßen bin. Soweit es mir möglich ist, möchte ich den LeserInnen durch Bild und Text zu verstehen geben, was mich am Tretrollern fasziniert.
Die sogenannte Initialzündung, die oft jedes Hobby braucht, fand bei mir in den späten Achtzigern in der oberösterreichischen Stadt Steyr statt, wo ich als unbeteiligter Zuseher beobachtete, wie ein Tretrollerfahrer in einer Fahrradgruppe als Erster die Straße überquert hatte, und das unerwartet elegant und schnell.
Ich schaute noch einen Augenblick zu, wie der Rollerfahrer in der nächsten Straße verschwand und konnte das Gefährt eigentlich nicht so recht zuordnen. Internet mit Bildersuchfunktion gab es damals nicht. Bald entschwand dieses Bild wieder ins Unterbewusste, wo alles schön gespeichert und abgelegt wird.

Teil 2

Eigentlich gefühlte 25 Jahre später tauchte das Bild wieder auf, als ich mich mit eher unkonventionellen Fahrrädern, den Falträdern beschäftigte. Jetzt schon viel leichter und schon die ersten eingegebenen Begriffe wie "Roller Tretroller" führten schnell zu "Kickbike" und entsprechende Bilder ließen das Gefährt von damals wieder auftauchen. Dass man sich damit ernsthaft fortbewegen kann, wollte ich vorerst nicht glauben. Weiteres Suchen in Youtube schlossen schnell diese Wissenslücke und jetzt gab es kein Halten mehr. Ein Roller musste her.

(Ist natürlich ein Werbefilm - bis es soweit kommt, bedarf es einiger Übung, wobei eine solche Up- and Downhillfahrt eher die Ausnahme bleiben wird.)

Teil 3

Vorweg: Ich bin kein Händler und möchte niemanden etwas verkaufen oder empfehlen. Zur Erklärung ist es aber für mich unumgänglich, bestimmte Marken oder Websites zu nennen.
Der Begriff "Kickbike" führte mich auch zur Website   kickbike.at
Diese recht professionelle Seite weckte mein Vertrauen und bald war ein Termin mit dem Händler in Kramsach bei Wörgl in Tirol vereinbart. Nur einmal vorbei schauen und besichtigen, eventuell einmal draufstellen und ein paar Meter fahren. Keine Kaufabsichten. Meine Frau sah das für sie als Ausflug, ohne etwas mit Tretroller zu tun haben zu wollen.

Die Begegnung
In Erwartung eines mittelgroßen Sportgeschäftes war das Erstaunen groß, von N.N. an der Gartenmauer lehnend begrüßt zu werden, - ich glaube, ihr wollt zu mir, ihr könnt gleich hier das Auto abstellen. -  Etwas enttäuscht, erwartete ich doch eine kleinere Halle mit einigen Rollern zur Wahl, ließ ich alles auf mich zukommen. Mir war zum damaligen Zeitpunkt nur die Marke Kickbike geläufig. 
Zur Wahl standen ein Kickbike CrossMax20D mit fixierbarer Federgabel und mechanischen Scheibenbremsen und ein Kickbike City G4 mit Einkaufskorb und den bewährten V-Brakes. (Felgenbremsen) Außerdem ein klappbarer Roller (KlickFix). Wie sich herausstellte, ist ein überschaubares Angebot von Vorteil!

Meine Frau, ohne an einen Kauf gedacht zu haben, hat sich sofort nach einer kurzen Probefahrt in das Gefährt mit Körbchen (City G4) verliebt, nur ich zögerte noch etwas, da ich eigentlich noch mehr Auswahl wollte. Nach einigen Proberunden war ich überzeugt, nach Preisnachlass wegen Barzahlung war der Handel mit dem CrossMax abgeschlossen und unsere Kickbike-Saison konnte beginnen.


Erste Ausfahrten und Erfahrungen

Vorweg möchte ich bemerken, dass wir nicht ganz unsportlich sind und uns gerne bewegen. Im Sommer stehen längere Wanderungen auf dem Programm, Radfahren im Bereich bis 50km Tagesleistung, Fahrten mit Kajaks auf heimischen Seen (kein Wildwasser!), Schwimmen und im Winter Skifahren auf Pisten mit durchschnittlichen Fahrten zwischen 20 und 40 km. Gelegentliche Skitouren mit Steigfellen ergänzen das Programm. Diese Aufzählung soll aber jetzt in keiner Weise als Voraussetzung für das Fahren mit dem Kickbike gewertet werden. Wer gehen kann, kann auch Rollern.
Das Faszinierende daran ist, wir haben den Eindruck, dass der Tretroller alle Anforderungsprofile abdecken kann.
Von der gemütlichen Stadtrunde bis zu hügeligen Waldpfaden, die in kurzer Zeit den Puls rapide steigen lassen.
Beim Rollerfahren wird der Muskelapparat anders als beim Radfahren beansprucht. Dazu später.
Überspitzt formuliert verbindet Fahrrad und Tretroller nur die Gemeinsamkeit von 2 Rädern.


Teil 4
Die Praxis

Wenn jemand sich auf meinen Wegen für den Roller interessiert, frage ich - Hast du als Kind einen Roller gefahren ? - wenn ja: Dann kannst du es auch jetzt.
Und es funktioniert, wenn auch am Anfang etwas zaghaft, es geht.

Hat man die ersten Kilometer hinter sich, spürt man das am nächsten Tag in den Waden, im Rücken und im Gesäß als Muskelkater, wenn man nicht DER Supersportler und Marathonläufer ist. Das gibt sich mit zunehmendem Muskelaufbau und unverkrampfter Haltung.
Erstaunlich ist, dass man mit dem Roller auch mäßige Steigungen rollern kann, mit kleineren Schritten. Das funktiniert fast wie eine Gangschaltung.

Bald kommt der Wunsch nach Optimierung und Verbesserung der Fahrtechnik. Youtube hilft auch hier mit mehr oder weniger guten Anleitungen, meist englischsprachig. Anschauen und probieren. Bald hat man im Gespür, wenn ein Fußwechsel fällig ist oder andere Techniken das Fahren erleichtern.

Rollerwahl:
Wer öfters in der Stadt und mit Öffis unterwegs ist, sollte über faltbare Roller nachdenken.

Rubik4 oder ähnlich wären eine Option.
Wer aber sich für Roller interessiert, wird bald fündig. Für den kleinen Geldbeutel hat auch der Gebrauchtmarkt öfters was zu bieten. Viel kaputt kann am Roller nicht werden.